Der Stellvertreter und sein Gefährte: Bonusszene
Bennett schlug auf den Lichtschalter im Keller und riss sich das T-Shirt über den Kopf, während er zu seinem Spind stakste. In seinem Kopf gab es nur einen Gedanken: Die Angst, dass sein Gefährte verletzt werden könnte. Dass er ihn nicht beschützen könnte.
Dass er verlieren könnte, was er gerade gefunden hatte.
„Bennett …“
Er drückte die Stirn gegen das kühle Metall, hatte den Kiefer fest zusammengebissen und reagierte nicht auf Kieran. Er musste damit klarkommen, was passierte, und es akzeptieren. Er konnte Kieran nicht losschicken, während er noch so aufgebracht war. Das würde Kieran nur ablenken und könnte dazu führen, dass er verletzt wurde. Kieran brauchte seine Unterstützung.
Und mehr noch: Kieran musste wissen, dass Bennett an ihn glaubte.
„Bist du wütend oder hast du Angst?“ Kierans Stimme war sanft und direkt hinter ihm, aber er berührte B nicht. Das war nicht das, was Bennett wollte. Er wollte keine Distanz zwischen ihnen – vor allem, weil Distanz sehr bald ein großes Problem für sie werden würde.
„Ein bisschen von beidem“, murmelte Bennett, ohne sich umzudrehen. „Aber vor allem habe ich Angst. Sweetheart, wenn etwas passiert …“
Wärme sank in die Haut seines Rückens, als Kieran sich an ihn drückte, den Oberkörper ebenfalls entblößt, und seine Arme fest um Bs Taille schlang. „Wir müssen das nicht jetzt machen. Warum gehen wir nicht zurück zu dir nach Hause und –“
Bennett schüttelte den Kopf und ließ sein T-Shirt auf den Boden fallen. Ihm war völlig egal, ob es in seinem Spind lag oder nicht. Er drehte sich in Kierans Armen um und umfasste sein Gesicht, hob es an und lächelte sanft über Kierans zusammengekniffene Augen.
„Weißt du, was ich dachte, als ich dich das erste Mal sah?“
Das erweckte Kierans Aufmerksamkeit. Seine braunen Augen öffneten sich und starrten ihn groß und ein wenig ängstlich an. „Wahrscheinlich etwas nicht so Nettes.“
Bennett gluckste und drückte Kieran einen schnellen Kuss auf die schmollenden Lippen. „Nein, das war, als ich deine Schwester gesehen habe. Nachdem ihr hier angekommen wart, dauerte es fast zwei Tage, bevor ich dich gesehen habe.“
Kieran rümpfte die Nase zu einer Grimasse. Fuck, er war so süß.
„Du warst in der Küche und hast dich bei Beth für etwas bedankt. Ich wollte reingehen, blieb aber stehen, um dich einen Moment lang zu beobachten.“
„Creepy.“
„Beth tätschelte dir den Arm, um dich wissen zu lassen, dass es keine Umstände gemacht hat und drehte sich dann weg, und dein Gesichtsausdruck … Es war, als hättest du Schmerzen. Ich wollte schon reingehen, um nachzufragen, ob du okay bist, da hellte sich dein Gesicht auf und du hast dein Kinn angehoben. Es war so verwirrend, aber einen Augenblick später platzten deine Schwester und ihr Vollstrecker aus einem anderen Zimmer herein.“
Kieran schluckte und versuchte, den Blick zu senken. Bennett drückte ihm Küsse auf die Wangen, das Kinn und die Nase – überall, wo er ihn erreichen konnte. Als Kieran schließlich kicherte und sich wand, drückte er ihm noch einen langen Kuss auf den Mund.
„Da erkannte ich, dass du sehr gut darin bist, dich unsichtbar zu machen.“
Kierans Lippen verzogen sich ein wenig. „Ein Nebeneffekt, wenn man der Sohn meines Vaters ist.“
Summend ließ Bennett seine Augen über Kierans Gesicht gleiten und lächelte ein wenig. „Natürlich. Aber was ich damit sagen will … Ich habe dich schon immer gesehen, Kieran.“
Kieran sog scharf die Luft ein und starrte Bennett an, die Augen hell vor unvergossenen Tränen.
„Also, auch wenn ich besorgt bin, vertraue ich dir, dass du heil zu mir zurückkommst, weil ich deine Stärke, deine Kompetenz und deine Entschlossenheit sehe.“
„Bennett …“ Kierans Stimme war heiser vor Emotionen.
Bennett küsste ihn ein letztes Mal, dann ließ er seine Hände sinken und nickte in Richtung der Matten auf dem Boden. „Legen wir los, Sweetheart. Zeig mir, wie fantastisch du auch darin bist.“
Kieran atmete zittrig ein, trat einen Schritt zurück und zwang sich zu einem Lächeln. „Auch? Worin bin ich denn sonst noch fantastisch, Gefährte?“
Der flirtende Tonfall ließ Bennetts Schwanz sofort hart werden. Knurrend hangelte er nach Kieran, aber der lachte nur und sprang davon. Sein Tiger knurrte in seiner Brust, bereit zu kämpfen, aber gleichzeitig völlig zuversichtlich, dass er oben enden würde.
Und, Mann, wie sehr wollte er wieder auf seinem Gefährten sein.
„In allem, Sweetheart. Du bist in allem fantastisch.“
Er pirschte sich vor und grinste über die ausgeprägte Beule in Kierans Hose, selbst als sein Gefährte in Kampfstellung ging. Er öffnete den Mund, um eine Wette anzubieten – etwas in der Richtung von einem Blowjob für den Gewinner – aber Kieran gab ihm keine Chance und stürzte sich auf ihn, sobald Bennett in Schlagdistanz war.
Ein Teil von Bennett hielt sich zurück, aus Angst, seinen Gefährten zu verletzen, als er ihm Schlag um Schlag begegnete.
Bis Kieran seine Krallen über Bennetts Bauch zog.
Er stolperte ein paar Schritte zurück, knurrte und seine Augen blitzten, während er eine Hand auf seine bereits heilende Haut presste.
„Hör auf, dich zurückzuhalten“, fauchte Kieran und ging wieder in Position.
Sie warfen sich beide in den Kampf, mehr Blut floss, aber nicht genug, um einen von ihnen zu verlangsamen oder dauerhafte Verletzungen zu verursachen. Bennetts Tiger war begeistert von dieser Erfahrung. Er verlor nie aus den Augen, dass die Person, gegen die er kämpfte, sein Gefährte war, aber er zog auch alle Tricks in seinem Register, um sicherzustellen, dass er gewann.
Sie atmeten beide bereits schwer und waren schweißnass – und ein bisschen blutverschmiert –, als Kieran eine Drehung vollführte, die Bennett auf den Rücken beförderte. Einen Moment später landete Kierans warmer Körper auf ihm und sein Gefährte grinste ihn an.
Bennett erwiderte das Grinsen und wuchtete Kieran dann von sich, als würde er nichts wiegen. Sein Gefährte versuchte, auf die Beine zu kommen, aber Bennett war zu schnell und drückte ihn mit dem Gesicht nach unten auf die Matte.
Er hielt seinen sich windenden Gefährten fest und presste seine Zähne gegen seinen entblößten Nacken. Kierans Bewegungen stoppten und er stieß einen schnaubenden Atemzug aus.
„Gut. Du hast gewonnen“, brummte Kieran.
Bennett rieb seinen pochenden Schwanz gegen Kierans Arsch und lächelte über das leise Keuchen, das er damit auslöste. „Ich würde sagen, wir haben beide gewonnen.“
Er leckte über die salzige Haut von Kierans Nacken, sprang dann auf und ging rückwärts in Richtung der Duschen.
„Auf geht’s, Sweetheart.“
Kieran rollte sich auf den Rücken und musterte Bennetts sich zurückziehende Gestalt, dann zog er seine Knie an die Brust und war einen Moment später mit einem perfekt ausgeführten Kick-up auf den Beinen. Bennett hob beeindruckt die Augenbrauen und sein Schwanz pochte. Sein Gefährte war so heiß.
Lachend joggte Kieran zu ihm und schnappte sich eine von Bennetts Händen, um ihn in Richtung Dusche zu zerren. „Ich beantrage sofort eine Revanche. Nächstes Mal weiß ich, dass ich es nicht genießen darf, wenn ich dich zu Boden bringe, sondern dass ich sofort auf die Kehle zielen muss.“
Bennetts Kichern hallte von den gekachelten Wänden wider. Kieran blieb stehen und starrte fassungslos auf den luxuriösen Raum, aber Bennett zögerte nicht, sondern zog ihn in die am weitesten entfernte Duschkabine. Da niemand aufgetaucht war, um ihnen beim Sparring zuzusehen, vermutete Bennett, dass Rick die Order gegeben hatte, den Fitnessraum für den Abend zu meiden, aber er wollte trotzdem nicht riskieren, dass jemand hereinkam und ihn mit seinem Gefährten sah.
Er drehte das Wasser auf, trat zurück und drehte sich zu einem grinsenden Kieran um. Einem nackten, grinsenden Kieran.
Er betrachtete die weggeworfene Hose auf dem Boden und grinste. „Hast du es eilig, unter die Dusche zu kommen, Sweetheart?“
Kierans einzige Antwort war, nach dem Bund von Bennetts Hose zu greifen und sie und seine Unterwäsche schnell auszuziehen.
Einen Moment später stolperte Bennett rückwärts unter das heiße Wasser, als sich Kieran an seine Vorderseite drückte und ihn küsste, als hinge sein Leben davon ab. Er ächzte, als sein Rücken gegen die kühlen Fliesen stieß.
Die Kabine war erfüllt von Wasserdampf, als sie sich schließlich voneinander lösten, um Luft zu holen und Kieran rieb seinen Schwanz an Bs Oberschenkel. Der Größenunterschied zwischen ihnen war gerade genug, dass sie sich im Stehen nicht aneinanderreiben konnten.
B leckte Kierans Paarungsbiss und knabberte an seinem Kiefergelenk. Kieran schnappte nach Luft und packte Bennett am Rücken, um seine Hüften zu beschleunigen.
Kichernd umschloss B Kierans Taille und brachte etwas Abstand zwischen sie. Er küsste die hervortretende Unterlippe, die Kieran ihm schenkte. „Das ist niedlich. Schnapp dir die Seife.“
Kieran verdrehte die Augen, tat aber, was B sagte. B nahm ihm die Flasche ab, gab etwas davon in seine Handfläche, schäumte seine Hände ein und bedeutete Kieran mit einem Finger, sich umzudrehen.
Das Stöhnen, das Kieran von sich gab, als Bennett seine Hände auf seine Schultern legte und seine Daumen in die Muskeln grub, ließ B erschaudern. Vorsichtig bearbeitete er Kierans Schultern und Nacken und bewegte sich dann weiter zu seinem oberen Rücken, wobei er sorgfältig auf alle Verspannungen achtete, die er unterhalb seiner Schulterblätter fand. Kieran wimmerte und stöhnte immer wieder, als B sich über seinen Körper nach unten bewegte und sich auf die harten Fliesen kniete, um mit seinen schaumigen Händen über Kierans festen Arsch und seine Schenkel zu reiben.
„Fuck, Bennett.“ Kierans heisere Stimme brachte B zum Grinsen.
„Ja, Sweetheart?“ Er widmete Kierans Spalte und Loch besondere Aufmerksamkeit, auch wenn er keinen Finger in ihn schob, obwohl sich der enge Muskel sofort entspannte und er wusste, wie leicht es sein würde, in den Körper seines Gefährten zu gleiten.
Er umfasste noch einmal Kierans feste Arschbacken und forderte ihn dann auf, sich wieder umzudrehen. Er seifte seine Hände erneut ein, begann von unten und wiederholte seine massierende Reinigung. Als er aufstand und fast berührungslos mit den Fingerrücken über die Unterseite von Kierans Schwanz strich, fluchte Kieran erneut und seine Hände flogen zu Bennetts Schultern, um sich festzuhalten.
Kierans kreisende Hüften und sein leises Stöhnen waren ein ziemlicher Ansporn, sich schneller zu bewegen, aber B achtete penibel darauf, Kierans Vorderseite genauso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie seinem Rücken. Vor allem seinen harten Nippeln.
„Fuck!“ Kierans Schrei war laut, er warf den Kopf nach hinten und biss die Zähne zusammen, als B in beide Nippel kniff. Dann schüttelte Kieran schnell den Kopf. „B, ich werde kommen, wenn du nicht aufhörst, und ich habe dich noch nicht einmal angefasst.“
Er saugte an einem von Kierans Ohrläppchen und murmelte dann: „Du kannst mich doch jetzt anfassen.“
Kierans Körper zuckte und er riss die Augen auf. „Warum habe ich nicht daran gedacht?“
„Na ja“, sagte Bennett und zischte, als Kieran sofort nach seinem Schwanz griff und ihn zusammendrückte, „dein Gehirn hat im Moment nicht den Vorrang bei deiner Blutversorgung.“
„Ha ha.“ Kieran umfasste Bennetts Hinterkopf und zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss.
Bennett schaffte es irgendwie, sie beide unter das Wasser zu bugsieren, um seine Hände über Kierans Körper gleiten zu lassen und die Seife abzuwaschen. Er stöhnte auf, als Kieran begann, seinen Schwanz zu wichsen und riss seinen Mund weg.
„Leg deine Arme um meine Schultern, Sweetheart.“
Sobald er das getan hatte, packte Bennett Kierans Oberschenkel von hinten und hob ihn hoch. Mithilfe der Wand und seines eigenen Körpers hielt er Kieran genau dort, wo er ihn haben wollte. Kieran grinste ihn an und schlang seine Beine um Bennetts Taille und B starrte in Kierans warme, braune Augen, ließ seine Hüften kreisen und drückte seine Erektion noch fester gegen Kierans.
Kieran nickte und biss sich auf die Lippe. „Härter, Baby.“
Er veränderte seinen Halt an Kieran, grub seine Finger noch ein bisschen tiefer in seine Haut und stieß die Hüften nach vorne. Gleichzeitig stöhnten sie auf, als sich ihre Schwänze aneinanderrieben. Bennett veränderte den Winkel erneut, um ihre Körper perfekt aneinanderzupressen und legte dann wirklich los.
Kierans Schreie erfüllten das Badezimmer und trieben Bennett noch mehr an. Alles, woran er denken konnte, während er seine Beine und Hüften bewegte, war, auf seinen Gefährten zu kommen und ihn zu markieren, bevor er ohne B in die Welt hinausging.
Er biss in Kierans Paarungsbiss, genau wissend, dass er in seinem erregten Zustand besonders empfindlich sein würde, und stöhnte auf, als Kieran das Gleiche bei ihm tat. Es fühlte sich an, als würde ein Blitz von seinem Paarungsbiss in seine Eier zucken.
„Ah, fuck! Bennett!“ Plötzlich kam Kieran zwischen ihnen und spritzte Strang um Strang von Wichse auf ihre Bäuche.
Bennett beugte sich hinunter und leckte einen Tropfen auf, der neben einem von Kierans Nippeln gelandet war, und stöhnte dann, als er seine Hüften beschleunigte und das glitschige Gefühl von Kierans Samen genoss. Er stöhnte und biss in Kierans Brustmuskel, als er kam, was Kieran dazu brachte, seine Fingernägel in Bs Schultern zu graben und noch mehr zu wimmern.
Er hielt Kierans Körper noch eine lange Zeit an seinen gedrückt, atmete ihre vermischten Düfte und den Geruch ihrer Höhepunkte ein und fand sich mit dem ab, was sehr bald passieren würde.
„Fühlst du dich besser?“, murmelte Kieran schließlich, während seine Finger über Bs Nacken und Kopf glitten und sein Daumen einen Moment lang auf die Stelle hinter Bennetts Ohr drückte, die nach einem besonders langen Tag immer schmerzte.
Er nickte und hob den Kopf, um Kierans Blick zu begegnen. „Ja. Wenn du mich fast besiegen kannst, dann kannst du es auch mit jedem dieser verfluchten McAllisters aufnehmen.“ Als Kieran die Stirn runzelte, fügte er hinzu: „Nichts für ungut.“
„Dich fast besiegen? Oh, wir werden das so was von wiederholen.“




