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Der Alpha und sein König: Bonusszene

James „Jamie“ Foley saß in seinem winzigen Kleinwagen und atmete dreimal tief durch, in der Hoffnung, seinen nervösen Vogel zu beruhigen. Er war schon seit ein paar Jahren Mitglied des Kincaid-Rudels, aber er war noch nie zum Haus des Alphas zitiert worden.

Bis jetzt.

Gestern Abend hatte ihn Alpha Kincaid persönlich angerufen und ihn gebeten, am nächsten Morgen zum Herrenhaus zu kommen, um etwas „sehr Wichtiges“ zu besprechen.

„Oh Federn, hör auf, so ein Weichei zu sein“, brummte er, stieß die Autotür auf und stieg aus. Er marschierte auf die imposante Eingangstür zu, strich sich mit den Händen über die Vorderseite des frisch gebügelten Hemdes, hob das Kinn und klopfte.

Eine der Rudel-Betas öffnete die Tür und als sie ihn sah, begann sie zu grinsen. „Hey! Jamie, oder? Rick wartet schon auf dich. Komm rein.“

Jamie räusperte sich, verdrängte die aufkommende Panik, weil er seinen Alpha hatte warten lassen, trat in den großen Eingangsbereich und sah sich um. Er war schon ein paar Mal in dem Herrenhaus gewesen, um an offenen Foren teilzunehmen und für sein Vorstellungsgespräch mit Kai König. Es war immer beeindruckend und wunderschön, und der Duft des Rudels in der Luft beruhigte ihn stets.

Allerdings runzelte er die Stirn, als er an das Treffen mit Kai und Jessica dachte. Während des Vorstellungsgesprächs hatte er gedacht, dass es gut lief, doch ein paar Tage später hatte er eine Standardmail erhalten, in der ihm mitgeteilt wurde, dass er nicht zu denen gehörte, die für die Arbeit im Herrenhaus ausgewählt worden waren.

Was … in Ordnung war. Okay, war es nicht, aber er versuchte, es nicht persönlich zu nehmen. Es war ohnehin eine dumme Idee gewesen, sich für einen Job als Koch und Reinigungskraft im Haus des Alphas zu bewerben. Er hatte keinerlei Erfahrung, sondern wollte seinem Rudel einfach nur etwas zurückgeben. Doch das war anscheinend nicht genug.

Nie war irgendetwas, das er machte, genug.

„Hier entlang“, sagte die Beta. Sie lächelte immer noch, als sie Jamie nach links wies.

Während sie gingen, rieb Jamie seine Fingerspitzen über die Seiten seiner Oberschenkel. „Es tut mir leid, dass ich dich und Alpha Kincaid so lange habe warten lassen. In seiner E-Mail war keine Zeit angegeben.“

Die junge, blonde Beta kicherte, aber es klang humorlos. „Yeah, er ist in letzter Zeit ein bisschen … durch den Wind.“

Und jetzt fühlte er sich plötzlich furchtbar. Gott, da machte er sich Sorgen um sich selbst, während das Rudel in einer Krise steckte. „Oh, natürlich. Wie geht es Alpha Hayes?“

Sie stoppte neben einer geschlossenen Tür und presste die Lippen zusammen, während der beißende Geruch von Wut und Traurigkeit stärker wurde. „Er wird schon wieder werden.“

Jamie nickte, nicht sicher, was er noch sagen sollte. Er kannte Drake Hayes nicht besonders gut, genauso wenig wie die anderen Betas oder Vollstrecker. Mit einer der Vollstreckerinnen, Vanessa, hatte er ein paar Mal über ein Programm gesprochen, das das Rudel aufbaute, aber sie hatten sich nicht angefreundet oder Ähnliches. „Es ist gut, das zu hören.“ Er räusperte sich und warf einen schnellen Blick auf die geschlossene Tür. „Es tut mir leid, wenn du an der Tür auf mich gewartet hast.“

Sie warf ihm ein kleines Lächeln zu und griff nach dem Türknauf. „Ich habe sowieso Türdienst, also kein Problem.“ Sie steckte ihren Kopf in den Raum und sagte: „Rick, Jamie Foley ist hier, um dich zu sehen.“

„Schick ihn rein.“

Jamie blickte hinter sich in den Flur, durch den sie gegangen waren und dachte über das nach, was sie gesagt hatte. Er hatte nicht gewusst, dass ständig ein Beta des Rudels an der Eingangstür des Herrenhauses stationiert war. Aber es machte Sinn. Das Rudel war groß und Alpha Kincaid brachte sich so sehr ein, wie er nur konnte – Jamie war sich sicher, dass es ständig Leute gab, die ihn persönlich sprechen wollten.

„Jamie?“

Er wirbelte herum und wurde rot, als er das Lachen in ihrer Stimme höre. „Oh ja, natürlich. Danke …“

„Ericka.“ Sie zwinkerte ihm zu und ließ ihn in der Tür einer Art Wohnzimmer stehen.

Er versuchte erfolglos, sein rasendes Herz zu beruhigen, trat ein und sah Alpha Kincaid an einem großen Tisch am Ende des Raumes sitzen. Vor ihm lag eine dünne Mappe, aber da er gerade telefonierte, blieb Jamie ein paar Meter entfernt stehen.

„Das verstehe ich, Doc, aber ich sage dir trotzdem, dass er starke Schmerzen hat. Kannst du wirklich gar nichts tun?“ Alpha Kincaids finsterer Blick war auf den Tisch gerichtet und er rieb mit einem Finger über den Rand der Mappe, während er zuhörte.

Jamie versuchte, nicht darauf zu achten, aber er konnte Dr. Bells besorgten Tonfall auch nicht überhören. „Du weißt, dass ich alles tue, was ich kann, Rick. Der Wolfswurz war eine seltene Sorte und deshalb ist mein Gegenmittel nicht ganz so wirksam. Aber er wird wieder ganz gesund werden, es dauert nur ein wenig.“

„Und bis dahin muss er leiden.“ Das war keine Frage, und Alpha Kincaid gab Dr. Bell keine Gelegenheit zu antworten, sondern beendete das Gespräch und warf das Handy mit einem angewiderten Geräusch auf den Tisch.

Es fühlte sich an, als würde er hier stören, also überlegte Jamie, ob er zurück in den Flur schleichen sollte. Doch bevor er eine Entscheidung treffen konnte, atmete Rick tief ein, hielt die Luft an und als er ausatmete, schien er einen Teil der Anspannung in seinen Schultern mit loszulassen. Dann traf er Jamies Blick und warf ihm ein angespanntes Lächeln zu. Jamie bemerkte, dass jetzt auch der Geruch seiner Sorge nicht mehr ganz so stark war.

„Setz dich.“ Der tiefe Bariton des Alphas hallte durch den Raum, während er sich auf seinem Stuhl zurücklehnte und die Arme verschränkte.

„Sehr gerne, Sir.“ Nachdem er sich hingesetzt hatte, faltete er die Hände im Schoß, um ihr Zittern zu verbergen.

„Entspann dich, Jamie. Du steckst nicht in Schwierigkeiten.“ Auf dem Gesicht des Alphas war der Hauch eines Grinsens zu erkennen und das beruhigte Jamies rasende Gedanken mehr als alles andere.

„Vielen Dank, dass du das sagst, Alpha Kincaid. Als ich deinen Anruf bekam …“ Er hatte das Schlimmste angenommen. Seine Familie behauptete immer, dass sowohl hunde- als auch katzenartige Wandler alle gefiederten Wandler nur als Beute oder Spielzeug ansahen, doch im Kincaid-Rudel hatte er nie dieses Gefühl gehabt. Trotzdem hatte er voreilige Schlüsse gezogen, als er sich letzte Nacht im Bett hin und her gewälzt hatte.

Alpha Kincaid senkte das Kinn. „Du hast angenommen, es sei etwas Schlimmes.“

„Nun ja …“ Er würde nicht lügen, aber er wollte auch nicht zugeben, dass er Panik bekommen hatte. Würde Alpha Kincaid dann denken, dass Jamie ihm nicht vertraute? Denn das tat er! Er geriet nur … schnell in Panik.

„Es ist okay.“ Alpha Kincaid griff nach der Mappe. Er öffnete sie und blickte auf die paar Seiten. „Jemand, dem ich vertraue, schlug vor, dass ich dich anrufe.“

Jetzt war Jamie sehr verwirrt. „Alpha Kincaid, ich bin mir nicht sicher, ob ich –“

„Nenn mich bitte Rick.“

Jamie rutschte verlegen auf seinem Stuhl hin und her. „Sir, ich denke nicht, dass das angemessen wäre.“

Rick gluckste. „Warum nicht?“

Jamie runzelte die Stirn und blickte einen Moment lang weg. Ist das ein Test? „Alpha Kincaid –“

„Rick.“

„Alpha Kincaid, eine Person in deiner Position verdient Respekt. Mir ist es sehr unangenehm, dir diesen nicht entgegenzubringen, wenn ich dich so sehr respektiere.“

Rick schloss die Mappe und legte sie auf den Tisch, dann starrte er Jamie mit zusammengekniffenen Augen an. „Es gibt wenig Leute, die den Mut haben, sich mir so entgegenzustellen.“

Mut? Ich? „Für mich hat das nichts mit … Mut zu tun, Sir. Das sind einfach gute Manieren und allgemeine Höflichkeit.“

Rick stand auf. „Komm mit mir.“

Jamie musste sich beeilen, um aufzustehen und ihm hinterherzueilen. Er erkannte sofort, dass sie wieder in Richtung Eingangstür gingen. Offenbar war „Mut haben“ etwas, das Rick bei seinen Rudelmitgliedern nicht besonders mochte.

Ericka hüpfte von dem Hocker, auf dem sie gesessen hatte, und schob ihr Handy in die Hosentasche, als sie in den Eingangsbereich traten. „Kann ich dir helfen?“

Jamie runzelte die Stirn. Vorhin hatte sie ihn schon mit Rick angesprochen, und jetzt benutzte sie nicht einmal eine Anrede. Wenn es derartige Verstöße gegen die Benimmregeln gab, konnte er nicht anders, als sich zu fragen, ob alle in Ricks innerem Kreis keinen Respekt vor seiner Position hatten.

„Stimmt was nicht?“ Rick war stehen geblieben und sah ihn an.

„Hm? Oh, nein, alles in Ordnung.“ Jamie senkte den Blick und hielt sich etwa einen halben Schritt hinter Rick, obwohl sie nur noch vielleicht drei Meter von der Tür entfernt waren.

Eine große, warme Hand legte sich in seinen Nacken und er zuckte ein wenig zusammen, aber Rick drückte ihn nur leicht. „Dir gefällt ganz und gar nicht, wie sie mit mir gesprochen hat, oder?“

„Was?“, quietschte Ericka und beeilte sich, zu ihnen zu kommen. „Was habe ich getan?“

Jamie spürte, wie seine Wangen heiß wurden. „Es steht mir nicht zu, jemanden zu korrigieren, Sir.“

„Das wäre dann ein Ja“, sagte Rick glucksend. Er ließ seine Hand in Jamies Nacken liegen und führte ihn von der Tür weg in Richtung der großen Treppe. „Keine Sorge, Ericka. Jamie wird sich an unsere lockeren Umgangsformen gewöhnen.“

Ihm fiel nichts ein, was er darauf hätte erwidern können, also ließ er sich einfach nach oben führen. Als sie den ersten Stock erreichten, blieb Rick stehen und sah nach links. Sogar Jamie konnte das Blut und den Schmerz riechen, der aus dieser Richtung kam, also wusste er, dass es für Rick überwältigend sein musste. Doch anstatt in diese Richtung zu gehen, lotste Rick ihn nach rechts.

„Sir, ähm, dürfte ich fragen, wohin wir gehen?“

Ihm war klar, dass sie unterwegs zu Ricks privaten Räumen waren, aber das beunruhigte ihn nicht.

Obwohl er den Klatsch und Tratsch, der sich wie ein Lauffeuer im Rudel verbreitete, größtenteils ignorierte, wusste selbst er, dass Rick und Kai König ein Paar waren – auch wenn Kai aus einem ihm unbekannten Grund aus dem Herrenhaus ausgezogen war. Natürlich gab es im Rudel Spekulationen, aber niemand wusste, was genau passiert war.

Was Jamie allerdings mit Sicherheit wusste, war, dass Rick bereit war, wegen Kai einen Krieg mit dem McAllister-Rudel zu beginnen. Also würde er auf keinen Fall versuchen, Jamie zu verführen oder ihn zu etwas Intimem zu zwingen.

„Ich möchte dir etwas zeigen.“

Mit einem lautlosen Seufzen beschloss Jamie, seinem Alpha zu vertrauen und mit dem Strom zu schwimmen. Das war nicht unbedingt seine Stärke, aber er könnte es versuchen. Als sie Ricks Schlafzimmer erreichten, ließ er Jamies Nacken los, öffnete die Tür und deutete nach rechts.

„Durch diese Tür.“

Jamie war so neugierig geworden, dass er ignorierte, wie unpassend es sich anfühlte, im Schlafzimmer seines Alphas zu sein.

Doch als er den angrenzenden Raum betrat, blieb er wie angewurzelt stehen.

„Oh, Federn …“

Hinter ihm schnaubte Rick lachend. „Schlimm, was?“

Jamie betrachtete die überquellenden Aktenschränke, die riesigen Stapel ungeordneter Papiere auf dem Schreibtisch und die Kartons mit Büchern und weiteren Papieren, die auf dem Boden herumstanden. „Ist das … Ist das dein Büro?“

„Sollte es sein“, antwortete Rick, ging um eine halb volle Kiste herum und setzte sich auf den Schreibtischstuhl. Er deutete auf die kleine Couch, auf deren einem Polster ein paar Aktenordner lagen. Jamie setzte sich vorsichtig hin und rückte die Ordner gerade, als sie umkippten. „Was denkst du?“

„Ich denke, dass man hier niemals finden würde, was man braucht“, platzte es aus ihm heraus.

Rick lächelte. „Das kann ich normalerweise. Es dauert nur einige Zeit, und das ist etwas, wovon ich nicht viel habe.“

Nickend sah sich Jamie erneut um. „Wo arbeitest du normalerweise?“ Es war ausgeschlossen, dass Rick hauptsächlich in einem Wohnzimmer arbeitete, das so nah an der Eingangstür lag. Er würde ständig gestört werden.

„In der Bibliothek. Sie liegt abseits des Hauptgebäudes, aber ich muss trotzdem alles zusammenpacken und wieder hierher bringen, wenn ich nicht arbeite. In einigen dieser Akten befinden sich sensible Informationen und ich kann sie nicht einfach herumliegen lassen.“

„Das klingt nach einer Menge zusätzlicher Arbeit“, murmelte Jamie, während er einen Kalender beäugte, auf dem Februar angezeigt wurde.

Es war Juni.

„Und genau da würdest du ins Spiel kommen.“

Überrascht starrte Jamie Rick an. Klar, es machte ihm Spaß, Dinge zu sortieren und Ordnung zu schaffen, aber woher wusste Rick das? „Möchtest du etwas Hilfe beim Organisieren deines Büros, Sir? Ich würde mich freuen, dir dabei zur Hand zu gehen.“

Ricks Mundwinkel hoben sich zu einem traurigen Lächeln. „Er hatte recht. Du bist perfekt für diesen Job.“

Jamie versuchte, nicht die Stirn zu runzeln, aber es fiel ihm schwer. „Sir?“

Kopfschüttelnd kicherte Rick und rieb sich dann das Gesicht. „Kai. Er sagte mir, ich solle dich als meinen Assistenten einstellen, und er hatte recht. Natürlich hatte er recht.“

Jamies Bauch kribbelte, als würde er sich vom höchsten Baum der Gegend stürzen und er konnte kaum noch atmen. „Dein Assistent? Sir, ich bin mir nicht sicher, ob ich –“

„Ich brauche Hilfe, Jamie.“ Rick sprach leise und sein Gesicht zeigte für einen winzigen Moment seine Verletzlichkeit.

Erst jetzt bemerkte Jamie die dunklen Ränder unter seinen Augen. Mein Alpha braucht mich. „Ich würde mich geehrt fühlen, Sir.“

„Danke“, murmelte Rick, dann zog er sein Handy heraus und runzelte die Stirn. „Ich muss los. Ich sollte eigentlich schon in einer Besprechung sein.“

„Oh, natürlich!“ Jamie sprang auf und zog eine Grimasse, als die Ordner wieder umkippten, aber diesmal ließ er sie liegen, wie sie gelandet waren. „Ich finde den Weg nach draußen.“

„Wenn du nicht sofort zu deiner jetzigen Arbeit zurückmusst, kannst du Ericka bitten, Nico zu suchen. Er wird dir ein paar Dokumente geben, die du ausfüllen musst und solche Sachen.“

„Oh, okay.“ Jamie schluckte. Das passiert gerade wirklich. „Ich habe mir den ganzen Tag freigenommen, weil ich … ähm … ich war mir nicht sicher, was ich von unserem Treffen erwarten sollte.“

„Klar“, sagte Rick, grinste und stand auf. „Also dann, wenn du mit Nico fertig bist, komm gerne wieder hoch und fang an zu arbeiten. Ich sollte den ganzen Tag irgendwo im Herrenhaus sein. Wenn du irgendwelche Fragen hast, such mich einfach, okay?“

Jamie nickte und atmete ein paar Mal tief durch, um seinen rasenden Puls zu beruhigen. „Ja, Sir.“

Bis es Jamie zurück ins Erdgeschoss geschafft hatte, war er fast am Ausflippen. Als persönlicher Assistent von Alpha Kincaid eingestellt zu werden, war das Letzte, womit er gerechnet hatte, als er sich für eine Stelle im Herrenhaus beworben hatte.

Gott, er schuldete Kai König wirklich ein riesiges Danke. Vielleicht einen Geschenkkorb?

Ericka grinste ihn an, als er auf sie zukam. „Also hast du den Job bekommen? Er hat sich so gegen Hilfe gesträubt, dass die meisten von uns sicher waren, dass er das nicht durchziehen würde.“

Er hatte keine Ahnung, was er darauf antworten sollte, also nickte Jamie einfach. Dann sagte er schließlich: „Ich soll mich mit Vollstrecker Nico wegen der Formalitäten treffen?“

„Klar. Warte eine Sekunde.“ Ericka zog ihr Handy heraus und schrieb eine kurze Nachricht, dann deutete sie auf ein paar Stühle, die in einer Ecke des Eingangsbereichs standen. „Du kannst dich setzen, wenn du willst. Nico sollte gleich hier sein.“

„Danke“, murmelte er und ging auf wackligen Beinen dorthin. Er musste seinem Chef so schnell wie möglich mitteilen, dass er den anderen Job, für den er sich beworben hatte, bekommen hatte. Na ja, genau genommen nicht diesen Job, aber sein Chef war ein Mensch und würde die Dynamik des Rudels nicht verstehen, selbst wenn Jamie versuchen würde, sie zu erklären. Aber er hatte Jamies Wunsch, einen Job „näher an seinem Zuhause“ – ein Code für „beim Rudel“ – zu finden, immer unterstützt.

Laute, aufgebracht klingende Schritte näherten sich von der Rückseite des Hauses und rissen Jamie aus seinen Grübeleien.

„Ericka, hast du Kieran McAllister heute schon gesehen?“ Vollstrecker Bennett Young, Alpha Kincaids Stellvertreter, stürmte in den Eingangsbereich. Sein sonst so fröhliches Gesicht war äußerst mürrisch und finster.

„Nein. Hätte ich das tun sollen?“ Ericka schien sich von Bennetts grimmigem Gesichtsausdruck nicht irritieren zu lassen. Sie war einfach nur neugierig.

Bennett knurrte, wandte sich ab und marschierte die Treppe hinauf, wobei er immer zwei Stufen auf einmal nahm. „Ja, hättest du tun sollen.“

Jamie und Ericka beobachteten Bennett, bis er aus dem Blickfeld verschwand, dann sahen sie einander überrascht an.

„Hmm, das war ein bisschen seltsam“, sagte Ericka schließlich, und sie lachten beide.

Ein paar Minuten später spazierte Nico in die Eingangshalle und begrüßte Jamie mit einem breiten Grinsen. „Hey, Mann. Wie ich höre, darf man dir gratulieren. Komm mit in mein Büro, dann erledigen wir alles, damit du Rick helfen kannst, seinen Scheiß auf die Reihe zu kriegen.“

Nico und Ericka lachten beide, aber Jamie runzelte die Stirn, als er aufstand und auf den fröhlichen Mann zuging. „Ich bin mir sicher, dass Alpha Kincaid nicht so viel Hilfe braucht, aber ich biete ihm gerne jede Art von Unterstützung an.“

Nico lachte laut auf und schlug ihm mit der Hand auf die Schulter. „Das ist ja so niedlich. Ich freue mich schon darauf, mitzuerleben, wie das weitergeht.“

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